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Über mich






Antrieb. Handwerk. Leben.

Mein Antrieb

Grundlage von Allem ist meine Leidenschaft für festes Leder und das Nähen von Hand.
Außerdem liegt mir das Gestalten und die 
Ausarbeitung des Entwurfs sehr am Herzen.
Ich genieße es sehr, genau das zu leben.
Was für ein Luxus.

Mobirise

Die von Hand genähte Lederarbeit ist in einer besonderen Weise beseelt. Die Wahrnehmung dieser Beseeltheit empfindet nicht jeder Mensch gleich, hat aber großen Anteil am Wert der Taschen. Für mich entspricht der Unterschied von der Handnaht zur Maschinennaht dem von einem Computerausdruck zu einem handgeschriebenen Brief.

Ulrich Czerny / CZERNY_taschen

Mobirise

Lebenslauf

Ulrich Czerny


1962    geboren in Frankfurt am Main

1980    Ausbildung zum Werkzeugmacher in Saarbrücken

1997    freier Täschner 

2000   Bochumer Designpreis

2002    Hessischer Staatspreis für das Deutsche Kunsthandwerk

2004    Leitung eines Taschenworkshops in Südafrika

2005    Saarländischer Staatspreis für Design

2006    Ateliergemeinschaft mit Cornelia Beate Ahnert »atelierBUCH« 

2007    Preisträger beim Interregionalen Gestaltungswettbewerb »Augenweide«

2009    Nominiert für den WCC-Europe Award for Contemporary Crafts 2009

2015    Atelierumzug, Start Atelierhaus-Projekt „WERKRAUM Lichtenau“

2017    Ausbildungsberechtigung und erster Lehrling als Sattler / Feintäschner

Mitglied des Bundesverbandes Kunsthandwerk und des Bayerischen Kunstgewerbe-Verein

Mitglied der Handwerkskammer Chemnitz seit 2017.

Ulrich Czerny arbeitet und lebt seit 2006 in Sachsen.


Arbeiten in öffentlichen Sammlungen:

Lotte-Reimers-Stiftung, Deidesheim 

Deutsches Ledermuseum, Offenbach

Niederländisches Taschenmuseum Hendrikje, Amsterdam


Veröffentlichungen:

Kunsthandwerk & Design, Ausgabe Jan./Feb. 2003

Angewandte Kunst Saar, Ausstellungskatalog 2003, ISBN 3-932294-99-8

Taschen, The Pepin Press 2005, ISBN 90 5496 1147

Die Handtasche, Ausstellungskatalog des Niederländischen Taschenmuseums Hedrikje, Amsterdam 2005, ISBN 3-929363-19-4

Lederlust – Meisterwerke der angewandten Kunst aus dem Deutschen Ledermuseum Offenbach, 2006, ISBN 3-938025-67-0

Augenweide, Ausstellungskatalog des Interregionalen Gestaltungswettbewerbes für Handwerk und Design der Großregion Saar-Lor-Lux 2007, ISBN 978-3-935647-32-8

Originale - 17 Begegnungen mit der Kunst des Handgemachten, Oktober 2011, Herausgegeben von Schnuppe von Gwinner, ISBN 978-3-00-035743-5  

Handgemacht: Die schönsten Manufakturen Deutschlands, 2012, Verlag Deutsche Standards, ISBN: 3869363495

German Contemporary Arts & Craft, Cheongju International Craft Biennale 2013, Korea

ISBN: 979-11-951018-1-8(06630) 

DIE FEINE SÄCHSISCHE ART, Manufakturen in Sachsen, Verlag: Saxophon GmbH, editionSZ, 2014

ISBN-13: 9783943444186

Schöne Dinge … unterwegs, Band II, Uwe Weißflog Herausgeber, 2017

ISBN 978-3-00-058691-0

An mehreren Stellen der Webseite habe ich davon geschrieben, dass es mir ein Herzensanliegen ist, von Hand zu nähen und Taschen zu entwerfen. Hätte ich gewusst wie schwer dieser Weg vor allem im Anfang wird,
wäre ich ihn nicht gegangen. Zum Glück wusste ich nicht.
Und heute bin ich sehr froh drüber, dass ich diesen Weg eingeschlagen habe.

Einige Menschen haben mir Mut gemacht, meinen eigenen Weg zu gehen:

Sam Maloof wikipedia.org/wiki/Sam_Maloof, von dem ich ein Buch gelesen habe. Er arbeitet mit Holz, vor allem hat er Stühle hergestellt, mit ganz eigenwilligen, wunderschönen Holzverbindungen!
Barbara, meine damalige Frau. Ohne ihr Anschieben und Gut-zureden hätte ich die ersten Schritte nicht machen können.
Irgendwie auch Waltraud: ich saß im Sommer 1995 bei Ihr beim Kaffeetrinken in ihrem Bauernhaus im Elsas und nähte ein Hundehalsband. Sie sagte damals, dass das mit dem Nähen mein Weg sein müsste.
Frank, ohne Ihn hätte ich niemals so schnell den Weg zur eigenen klaren Linie gefunden www.haus-zeitlos.de.
Markus, der mir bis heute immer wieder einen kräftigen Anschubser gegeben hat www.byschulz.com.
Christian, dem ich erst die ganze Geschichte mit den Apple-Rechnern zu verdanken habe, und dann alles Wichtige z.B. Photoshop und typo3. 
Über den Manufaktum-Katalog entdeckte ich Volker Lang:
www.volker-lang-accessoires.de Er hatte im Katalog Taschen aus Sattelleder die ich bewundere (ich habe ihn auch mal persönlich in Hamburg getroffen und konnte ihm erzählen, welche Rolle er auf meinem Weg spielte).
Lyn Riccardo www.lyn-riccardo.com , sie erzählte mir viel zu ihren Arbeiten. Und dann erzählte sie vom Bauhaus (eine Offenbarung) und nahm mich mit nach New York.

Und dann Robert Friedrich, ein Franzose, den ich leider noch nie getroffen habe. Ich habe nur sein Buch in der deutschen Übersetzung gelesen (das Buch hatte mir Barbara geschenkt). Ich habe das Buch "verschlungen" und es war lange meine "Bibel", ich habe von ihm keine Webseite gefunden, wenn mir da jemand weiterhelfen kann würde ich mich sehr freuen. Sein Buch (in der dt. Übersetzung): "Leder, gestalten und verarbeiten" von Robert Friedrich, erschienen bei Callwey, ISBN 3-7667-0904-6, leider vergriffen, also nur noch sehr teuer gebraucht oder aus der Bücherei zum Ausleihen zu bekommen.

Und dann möchte ich noch Hans Thomas Langer erwähnen
www.langer-kunstlicht.de Ich habe mal bei ihm ausgestellt und da hat er mir seine Sammlung von Schweizer-Armeetaschen gezeigt, die wir dann später gemeinsam bei mir im Atelier fotografiert haben. Die gemeinsame Auseinandersetzung dieser pragmatischen und unverwüstlichen Taschen und Futterale hat mich nachhaltig beeindruckt. In der Folge wirkte sich diese Auseinandersetzung auch in neueren Entwürfen aus. Auch für meine Verortung unter den Taschenmachern war es sehr wichtig.

Dank Cornelia Ahnert, meiner Frau, lebe ich jetzt in Sachsen. Ich genieße es sehr, mich mit Ihr über neue Entwürfe, auch Ihre eigenen für die Buchbinderei, www.buchbinderei-meyer.de auszutauschen. Ihr Urteil ist mir sehr wichtig. Gemeinsam haben wir die Taschenmodelle Buean Vista und Stage (in der Folge auch Carré) entworfen.

Auch meinen Vater muss ich erwähnen, er hat mir unter vielem anderem den Umgang mit der Nähahle gezeigt. Und dann gilt mein Dank Johannes und Alena, meinen Kindern, die in jungen Jahren einen Vater "ertragen" mussten, der vor allem an der Werkbank mit der Täschnerei zu Gange war. Beide waren mir aber auch immer wieder erste Kritiker und Tipgeber wenn ein neues Taschenmodell entstand. Alena war lange Zeit die Erste, die sich ein neues Taschenmodell umhängte, damit ich sehen konnte, ob die Tasche eine tragbare Form und Größe hat. An der Stelle möchte allen genannten von Herzen Danken. Viele habe ich nicht erwähnt, es waren noch viel viel mehr Menschen wichtig. Zum Schluss noch: auf dem Weg bis jetzt bin ich durch einige heftige Tiefs gegangen. Das gehört wohl dazu. Die Energie, die mir meine Arbeit gibt, wiegt alles auf. Ich kann nur jeder und jedem Mut machen, auch auf sein Herz zu hören und dann den Mut zu finden den ersten Schritt zu gehen. Es ist wichtig!

Da ist ein kleiner Junge, der auf dem Dachboden einen Rucksackriemen findet - festes, altes, braunes Leder und an einem Ende ist ein Metallring mit einer Sattlernaht befestigt. Der Junge ist fasziniert von der Naht und wird dieses Bild nicht mehr vergessen.
Ein paar Jahre später ist er 10 Jahre alt. Sein Vater schlägt ihm vor, als Geschenk für den Großvater ein kleines Ledermäppchen zu nähen. Hineinpassen soll eine rautenförmige Lupe, die ausgeklappt werden kann. Der Vater zeigt ihm, wie man das Schnittmuster konstruiert, wie das Leder zugeschnitten wird und zum Schluss auch, wie der Junge alles zusammennähen kann.
Das kleine Mäppchen aus Leder, in das die Lupe genau hineinpasst, und das sich mit einem Druckknopf schließen lässt, ist das zweite Bild, welches der Junge nicht mehr vergisst.

Die Jahre vergehen, die Schule ist überstanden, er hat eine Lehre als Werkzeugmacher abgeschlossen, hat eine ungute Zeit mit Schichtarbeit und Gruppenakkord in der Industrie hinter sich, fährt viel mit dem Fahrrad und hat zehn Jahren in einem Fahrradgeschäft gearbeitet.

„Nein, das ist nicht das, was mich wirklich begeistert. Ich wollte etwas anderes.“ So seine Gedanken mit vielleicht 35 Jahren.

Aber wissen Sie, welchen Mut es braucht, aus den sicheren Bahnen des normalen Lebens auszubrechen, wenn das Umfeld die Vernunft beschwört? Welche Ängste hochkommen ohne Ausbildung im Lederbereich, ohne ein Gestaltungsstudium, ohne Marktanalyse und ohne das notwendige Geld auf dem Konto. Da ist jemand aufgebrochen, nur die zwei Bilder im Kopf. Mit den ersten Schritten schwand der Mut. Aber mit jedem Tag war neue Energie da, und täglich mehr.

Drei Jahre später sind die ersten fünf Taschenmodelle entstanden, Taschen aus festem Leder, mit kräftigem Faden von Hand genäht. Nicht Taschen wie man sie kennt, sondern neue, andere Taschen - durchdacht, ausgetüftelt, eigensinnig und ungewöhnlich.
Das Geld für den ersten Messeauftritt auf der Frankfurter Herbstmesse ´99 war geliehen. Ulrich Czerny zeigte fünf schwarze Taschen. 

Die Schulden von damals sind bezahlt, er lebt heute in Sachsen in einem ehemaligen Schulhaus, was jetzt der WERKRAUM Lichtenau ist, ein Atelierhaus mit mehreren kunsthandwerklichen Werkstätten.
Seit Herbst 2017 ist er in der Handwerkskammer eingeschrieben, hat die Ausbildungsberechtigung bekommen und bildet seinen ersten Lehrling zum Feinsattler aus.

Anschrift

CZERNY-Taschen
im WERKRAUM Lichtenau
Ulrich Czerny
Obere Hauptstraße 42
09244 Lichtenau

Kontakt
taschen@lederdesign.de
Telefon 037208 - 899 602

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